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Donnerstag, 17. Januar 2019

Donnerstag, 17. Januar 2019

Glass – Die Filmkritik

Als man am Ende von SPLIT Bruce Willis als David Dunn sieht und erkennt, dass man gerade nicht nur die Origin-Geschichte eines Superhelden gesehen hat, sondern der Film auch eine Fortführung von UNBREAKABLE ist, da war das ein immenser Aha-Moment, weil sich dadurch eine Vielzahl von Möglichkeiten ergab. Möglichkeiten, die nun in GLASS kulminieren.

Denn Autor und Regisseur M. Night Shyamalan hat mit diesem Film seine Trilogie abgeschlossen, macht aber zugleich mehr als das. Er stößt das Tor zu einer weit größeren Welt auf, in der es längst nicht mehr nur um den Overseer, Mister Glass und die Horde gehen muss, wie die drei Figuren mit Kräften von den Medien genannt werden.

Hinter Gittern

Alles beginnt damit, dass David Dunn versucht, einige Mädchen zu befreien, die von der Horde entführt wurden. Es kommt zum Kampf mit dem Biest, der damit endet, dass beide von der Polizei verhaftet und in die Psychiatrie gebracht werden. Dort folgt eine Ärztin ihrer These, dass beide Männer, aber auch der längst inhaftierte Elijah an einer Psychose leiden und gar keine Kräfte besitzen. Aber natürlich wissen die drei, dass dem nicht so ist. Und wie immer, wenn bei drei Figuren zwei Schurken sind, verbünden sie sich. Mister Glass hat einen Plan, der größer als sie alle drei sind…

Eine neue Welt

GLASS funktioniert in vielerlei Hinsicht wie SPLIT. SPLIT fing eher langsam an und steigerte sich dann, bis man erkannte, was für eine Geschichte man gerade eben geboten bekam. Ähnlich ist es hier, denn die Geschichte, nach der eine Ärztin drei Männer davon überzeugen will, nicht wirklich Kräfte zu haben, ist ein typischer Slow Burn. Schon alleine deswegen, weil man als Zuschauer längst mehr als die Ärztin weiß. Man hat die Drei in Aktion gesehen und weiß, dass diese Kräfte existieren. Hätte Shymalan nur diese Geschichte erzählen wollen, wäre er mit drei völlig neuen Figuren besser bedient gewesen.

Aber der Autor und Regisseur hat weit mehr als das vor. Er hat offensichtlich sehr genau darüber nachgedacht, was seine Trilogie in ihrer Gänze sein soll. GLASS ist nicht anders als UNBREAKABLE oder SPLIT. Er erzählt eine Origin-Geschichte. Eine, die größer ist als jede, die in den beiden vorherigen Filmen erzählt wurde, weil man erst im Verlauf versteht, worauf der Künstler eigentlich hinauswill.

Er erschafft mit spielerischer Leichtigkeit eine Welt, die nahe an der unseren liegt, aber eben doch ein bisschen anders ist. Damit verleiht er seiner Trilogie aber ein realistisches Fundament, das stark ist. Er betrachtet die Frage, wie es wäre, wenn Menschen mit Kräften auf der Bildfläche erschienen – und kommt dabei zu interessanten Erkenntnissen.

Weil er mit den Archetypen des Mediums spielt, ihrer narrativen Struktur treu bleibt, sich aber im richtigen Moment auch löst. Damit ergibt sich eine Metaebene, die schon UNBREAKABLE inne wahr, da sich Shymalan mit der Erzählstruktur von Superheldengeschichten befasst, sie aber auch dekonstruiert.

Am Ende hat er eine neue Welt erschaffen, die eine reichhaltige Spielwiese darstellt. Ob er die selbst weiter beackert, bleibt abzuwarten, er könnte aber auch als Produzent ein eigenes Shyamalan-Universum leiten. Denn mit UNBREAKABLE, SPLIT und GLASS hat er die perfekte Ursprungsgeschichte dafür erzählt.


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